Medizinischer Hintergrund

Der Begriff "Demenz" stammt aus dem lateinischen "dementia" und bedeutet "weg vom Geist", also einen Zerfall der geistigen Leistungsfähigkeit.

Demenz ist mehr als nur Vergesslichkeit. Sie führt zu einer Beeinträchtigung im Alltag, wenn zum Beispiel das Gedächtnis, die Orientierung, das Urteils- und Auffassungsvermögen nachlassen. Die Betroffenen werden von der Umgebung abhängig, da sich das Sozialverhalten, die Motivation und die Persönlichkeit verändern.

Gegenwärtig leben in der Schweiz rund 100’000 Menschen mit einer Demenz. 6% der Bevölkerung über 65 Jahre leiden darunter. Man unterscheidet verschiedene Stufen: leichtes, mittelgradiges und schweres Stadium. Mit 90 Jahren haben zwar mehr als die Hälfte keine  oder nur leichte Demenzsymptome. Durch die steigende Lebenserwartung nimmt die Bedeutung demenzieller Erkrankungen in der Gesellschaft aber zu.

Demenz ist ein Symptom für verschiedene Hirnkrankheiten wie zum Beispiel Alzheimer, die bis jetzt nicht heilbar sind. Die verfügbaren Medikamente mildern aber die Auswirkungen im Frühstadium. Die Umgebung demenziell erkrankter Menschen sollte an ihre Bedürfnisse angepasst werden. Beispiele sind ausreichende Bewegungsfreiheit infolge psychomotorischer Unruhe, Fingerfood oder angepasste Tagesstruktur.

Der Zugang zu den Patientinnen und Patienten ist hauptsächlich auf emotionaler Ebene möglich. Dafür geeignete therapeutische Mittel sind deshalb sinnvoll. Spiele sollten sich ohne Aufwand den verbleibenden Möglichkeiten anpassen lassen, wenige oder "alte" Gedächtnisleistungen verlangen und in erster Linie die Sinne Hören und Fühlen ansprechen.